Die Stiftung St. Aegten


Kreuzherrenkloster St.Agatha. Sechs Jahrhunderte bewegter Geschichte am Maasufer.

In einer Kurve der Maas nahe bei Cuyk entdeckt der Reisende hinter dem Deich ein schlankes Glockentürmchen. Schon Jahrhunderte prägen die Klostergebäude und die Kirche der Kreuzherren in St. Agatha das Bild der Gegend. Die Geschichte der Kreuzherren im Land von Cuyk geht zurück bis ins vierzehnte Jahrhundert. Im Jahre 1371  ließen sich einige Kreuzbrüder auf eine Einladung des Landsherren in einem kleinen Kloster bei einer Kapelle, die der heiligen Agatha gewidmet war, nieder um den Dienst in dieser Kapelle zu versehen. Perioden großer Blüte wechselten mit Zeiten von Zerfall und Niedergang, aber immer wieder widerstanden die Kreuzherren der manchmal tödlichen Bedrohung, die durch die Jahrhunderte von Krieg, Krankheit und politischem Kalkül ausging. Bis auf den heutigen Tag ist die Klostertradition  lebendig erhalten und weitergegeben und obwohl das Klosterleben zahlenmäßig nicht mehr so blühend ist wie früher, sehen die Kreuzherren ganz bewusst und auch hoffnungsvoll auf den morgigen Tag.

Wer etwas aufbewahrt…

Gut sechs Jahrhunderte Klosterleben wurde sowohl geistlich als auch materiell überliefert. Zum Erhalt und zur Verwaltung des kulturellen und kunsthistorischen Erbes der Kreuzherren in den Niederlanden wurde vom Orden 1998 die Stiftung St. Aegten gegründet. Das Kloster St. Agatha mit seinen historischen Klostergebäuden und seinen einmaligen Klostergärten beherbergt eine weit gefächerte Kollektion von Kunst- und Gebrauchsgegenständen, Archiven, Handschriften, Büchern, die die Geschichte der Kreuzherren in den Niederlanden widerspiegeln. Die Stiftung richtet ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf das materielle, sondern vor allem auf das geistliche Erbe der Kreuzherren. Durch Kurse, Vorträge, Publikationen will sie einem möglichst großen Publikum die Spiritualität, aus der die Kreuzherren – auch heute noch – leben und arbeiten,  bekannt machen.

In naher Zukunft wird der Klosterkomplex einer neuen, teilweisen musealen Funktion angepasst. Außerdem wird ein Studienzentrum eingerichtet werden mit Räumlichkeiten für Versammlungen und Empfänge und schließlich eine Gäste- Abteilung, an erster Stelle für die Kreuzherren aus den andern Teilen der Erde.

Ein erstes Kennenlernen

Obwohl diese Pläne erst nach einigen Jahren verwirklicht sein werden und obwohl die Zeit begrenzt ist, weil noch so viel zu tun ist, ist es trotzdem möglich schon jetzt  St. Agatha auf der Suche nach den Spuren des Ordens der Kreuzherren in den Niederlanden zu gehen. Auf Wunsch werden Führungen durch die Kirche und einen Teil des Klosters angeboten. Man bekommt eine Probe der einmaligen Kollektion, die später das Leben der Kreuzherren, das Jahrhunderte lang innerhalb der Klostermauern verschlossen war, jedem Interessierten anschaulich machen wird. Gemälde, Statuen, liturgische Gefäße, Paramente, kirchliches und weltliches Mobiliar, Archivstücke, alte Bücher und Handschriften, immer umsorgt, geben ein Bild des Klosterlebens. In der neugotischen Kirche werden die Jahrhunderte lebendig: sie beinhaltet eine stattliche Anzahl von Grabsteine aus dem 15.,16., und 17. Jahrhundert, eine Statue der heiligen Agatha aus Lindenholz aus dem 18.Jahrhundert und an sonnigen Tagen verleiht das Lichtspiel in den Buntfenstern, 1962 durch Joep und Silvie Nicolas gestaltet, dem Raum eine zeitlose Schönheit.

Sie können Ihren Besuch an das Kloster verbinden mit einem Rundgang durch die Klostergärten. Auf Wunsch offenbart ein IVN- Führer viele grüne Geheimnisse über das Leben der Pflanzen innerhalb und auf  den Mauern der Klostergärten.

Weitere Informationen: het klooster Sint Agatha