Die Kreuzbrüder in Congo


Zu der europäischen Provinz der Kreuzbrüder gehört auch die Region Kongo. Dieser Teil der Ordens befindet sich auf dem Wege zu einer selbständigen Einheit, aber ist derzeitig noch nicht ganz unabhängig von der Mutterprovinz, der ehemaligen belgischen Provinz. Der Anfang der Kongomission der Kreuzbrüder datiert vom 1.10.1920. Damals reisten sechs Mitbrüder von Antwerpen aus in Richtung Kongo. Sie wollten den Menschen aus der Region Bondo die frohe Botschaft von Jesus von Nazareth bringen. Die Nobertiner von Tongerlo überließen ihnen dieses Gebiet, weil das ihnen zugewiesene Gebiet für eine Ordensgemeinschaft zu groß war. Die Kreuzbrüder bauten dort Schulen, Krankenhäuser, medizinische Hilfsposten, Kirchen und Wohnungen. Zu gleicher Zeit brachten sie die Kongolesen mit dem Glauben von Jesus von Nazareth in Kontakt. Die Anzahl der Kreuzbrüder in Kongo nahm zu bis einer Anzahl von 64 im Jahre 1960, dem Jahr der Unabhängigkeit von Kongo. Wegen der Wirrnisse, die dadurch entstanden, blieben mehrere Mitbrüder in Europa. In den Jahren 1964-1965 wurden in Dakwa und Buta 23 Kreuzbrüder von den damaligen Aufständischen ( Simbas) ermordet. Es war eine sehr dunkle Periode in der Geschichte der Mission.

Trotzdem kehrte man 1967 zurück und fing man mit den übriggebliebenen Mitbrüdern aufs neue an Mit der Missionsarbeit. Das war ein zweiter Anfang. Im Jahre 1984 entschloss man sich, einen neuen Anfang zu machen in dem Bistum Beni- Butembo. Man fing mit vier Mitbrüdern an. Als später das Bistum Bondo für  einige Aufgaben die Kreuzbrüder nicht mehr beanspruchte, wurde die neue Niederlassung mit vier Menschen verstärkt. Alsbald meldeten sich mehrere Kongolesen als Ordenskandidaten.

Man fing mit einer Ausbildung an in Mulo (Postulat, Noviziat, Philosophie). Theologie studierten die zukünftigen Kreuzbrüder in Kinshasa. Im Jahre 2009 gab es 57 Ordensmitglieder, darunter 20 Priester und das Wachstum dauert an… während das Land selbst immer weiter in die Unregierbarkeit absinkt… Die neue Generation Kreuzbrüder will, im Geiste des Evangeliums, den Menschen ihres Volkes die Hand reichen, um sie aus ihrem Elend zu befreien…

Weitere Informationen über die Geschichte der Kreuzbrüdermission in Kongo und Aktuelles über die heutige Situation kann man finden in der Zeitschrift „Kruis en wereld“ und bei der Missionsprokur, H. Verstappenplein 12, B-3290 Diest. Siehe auch die Website: www.crosiersincongo.com