Missionsprokur und Projekte


Missionsprokur

Schon immer haben die Kreuzherren gelebt und gearbeitet aus dem Geist der Verbundenheit und Solidarität mit anderen Menschen, vor allem mit solchen, die Unterstützung und Hilfe bedürfen. Deswegen existiert seit 1936 die Stiftung Missionsprokur in Nijmegen, die sich als Aufgabe stellt, die Mitbrüder Missionare in Indonesien und Brasil in ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Kreuzherren Missionare in Kongo werden von der Missionsprokur in Diest (Belgien) unterstützt.

Früher war die Arbeit dieser Prokur vor allem auf den Aufbau der lokalen kirchlichen Gemeinschaften gerichtet, heute ist ihre wichtigste Aufgabe, die Sorge für die Missionare niederländischer Herkunft in Indonesien und Brasil. Heute gibt  es 7 niederländische Missionare in Brasil (in den Staaten Para und Minas Gerais), 9 in Indonesien ( in den Bistümern Bandung, Jakarta und Sibolga) und 1 in Kongo. Die Missionsprokur ist das Dienstleistungsinstitut für Missionare, das bei allen möglichen Anfragen vermittelnd tätig wird. Sie pflegt die Kontakte mit den Verwandten der Missionare, u. a durch das Organisieren eines jährlichen Verwandtentages. Sie sorgt für die Weiterleitung von Spenden für die Missionare und ihre Arbeit und verwaltet auf Wunsch die ihr anvertrauten Gelder. Sie vermittelt auf Wunsch bei der Unterstützung bestimmter Projekte mit den Hilfsorganisationen in den Niederlanden. Sie sorgt sich um die Missionare, die endgültig in die Niederlande zurückkehren wollen.

Im Rahmen der gegenseitigen Information und Kommunikation gibt die Missionsprokur alle drei Monate ein kostenloses  Blatt, KOM, heraus.

Projekte

Im Rahmen der Solidarität wurde 1983 die Projekte- Kommission errichtet. Sie gibt der Provinzleitung Empfehlungen  bei Anfragen nach finanzieller Unterstützung von Menschen in Notsituationen oder von Institutionen, die durch bestimmte Projekte in sozialen, gesellschaftlichen, kirchlichen Notsituationen Hilfe bieten wollen. Die damalige niederländische Provinz hatte beschlossen, da sie viele Projekte nicht mehr personell unterstützen konnte, jährlich ein Teil ihres Etats für soziale und religiöse Projekte zur  Verfügung zu stellen. Die Projekte- Kommission untersucht die Anfragen nach finanzieller Unterstützung, gibt eine Empfehlung, und die Provinzleitung entscheidet über deren Zusage oder Absage. Die Unterstützung der meisten Projekte läuft über zwei Dachorganisationen der KNR ( Konferenz der niederländischen Religiosen), AMA ( Gutachterkommission missionarischer Aktivitäten) und PIN ( Projekte in den Niederlanden)

Zukunftorientierte Projekte und Organisationen, die sich besonders für Menschen in Notsituationen engagieren, werden von der Kommission bevorzugt. Projekten, die mit Mission und Entwicklungs- Zusammenarbeit zu tun haben, ist die Kommission auch besonders zugetan.